
Ein Kochbuch selber machen ist eines der persönlichsten Geschenke überhaupt – und gleichzeitig ein Projekt, das an der Fleißarbeit scheitern kann: Rezepte einsammeln, abtippen, vereinheitlichen. Hier zeigen wir dir den Weg in sechs Schritten, egal ob du dein Rezeptbuch selbst gestalten und binden willst, ein gedrucktes Kochbuch verschenkst oder alles digital sammelst.
Ein Tipp vorab: Fang mit dem Sammeln an, nicht mit dem Layout. Die schönste Vorlage nützt nichts, wenn die Hälfte der Rezepte noch auf Zetteln in Omas Küche liegt.
Kochbuch selber machen: die sechs Schritte
- Thema und Umfang festlegen. Familienrezepte, Weihnachtsbäckerei, die Lieblingsgerichte eines Paares, die Rezepte einer Freundesgruppe? 20 bis 40 Rezepte sind ein realistischer Umfang für das erste Buch.
- Rezepte einsammeln. Bei Verwandten anrufen, alte Hefte durchsehen, Rezeptkarten abfotografieren, Lieblingsrezepte aus Foodblogs aufnehmen.
- Einheitlich aufschreiben. Jedes Rezept bekommt dieselbe Struktur: Titel, Portionen, Zeit, Zutaten mit Mengen, Arbeitsschritte.
- Lücken füllen. „Etwas Mehl“ und „nach Gefühl“ nachfragen oder einmal nachkochen und notieren.
- Kapitel bilden. Zum Beispiel Frühstück, Suppen, Hauptgerichte, Kuchen, Plätzchen, Getränke.
- Gestalten und binden – auf Papier oder digital.
Rezepte sammeln, ohne alles abzutippen
Der aufwendigste Schritt ist fast immer das Abtippen. Handschriftliche Karten, vergilbte Hefte, Screenshots in WhatsApp-Chats – das summiert sich.
In ChefBook fotografierst du die Rezeptkarte oder die Kochbuchseite ab, und die App liest den Text und macht daraus ein sauberes Rezept mit getrennter Zutatenliste und Arbeitsschritten. Rezepte aus Foodblogs, Instagram oder YouTube fügst du per Link ein, und kopierten Text aus einer Nachricht wandelt die App ebenfalls in ein Rezept um. Alles landet in einem Kochbuch, das du nach Kapiteln sortierst. ChefBook kostenlos laden und die Sammelphase in einem Nachmittag erledigen. Wie das Abfotografieren am besten klappt, steht im Ratgeber Rezepte digitalisieren.
Was zu jedem Rezept gehört
Damit dein Kochbuch auch in zehn Jahren noch funktioniert, sollte jedes Rezept dieselben Angaben haben. Diese Vorlage hat sich bewährt:
- Titel – so, wie die Familie das Gericht nennt („Tante Gerdas Apfelkuchen“)
- Herkunft – von wem, aus welchem Jahr, zu welchem Anlass
- Portionen – für wie viele Personen oder welche Backform
- Zeit – Vorbereitung, Garzeit, eventuelle Ruhezeit
- Zutaten – mit Mengen in Gramm oder Millilitern; Angaben wie „1 Tasse“ einmal nachmessen und übersetzen
- Zubereitung – in nummerierten Schritten, ein Arbeitsschritt pro Punkt
- Tipps und Varianten – „schmeckt am nächsten Tag besser“, „mit Dinkelmehl geht auch“
- Foto – vom fertigen Gericht oder von der Originalkarte
Wenn du die Rezepte in ChefBook sammelst, ist die Struktur schon vorgegeben: Zutaten und Schritte stehen getrennt, Portionen und Zeiten haben feste Felder. Das spart beim späteren Gestalten viel Arbeit.
Rezeptbuch selbst gestalten: auf Papier
Wenn das Kochbuch ein Geschenk zum Anfassen werden soll, hast du mehrere Möglichkeiten:
| Variante | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| Rezeptbuch zum Selberschreiben (Blanko-Buch) | persönlich, Handschrift bleibt erhalten | viel Schreibarbeit, kein Korrigieren |
| Ringbuch mit Klarsichthüllen | erweiterbar, abwischbar in der Küche | weniger edel |
| Selbst gedrucktes und gebundenes Heft | schön, günstig im Copyshop zu binden | Layout-Arbeit am Computer |
| Fotobuch- oder Buchdruck-Dienst | wirkt wie ein echtes Buch | Layout aufwendig, Nachdruck bei Änderungen |
Gestaltungstipps:
- Eine Doppelseite pro Rezept: links Foto oder Geschichte, rechts Zutaten und Schritte
- Immer dieselbe Reihenfolge: Portionen, Zeit, Zutaten, Zubereitung
- Platz für Notizen lassen („Oma nahm immer mehr Zimt“)
- Fotos vom Gericht oder von der Person, von der das Rezept stammt – das macht das Buch zum Erinnerungsstück
Kochbuch selber machen als Geschenk
Zu Weihnachten, zur Hochzeit, zum Auszug der Kinder oder zum runden Geburtstag: Ein selbst gemachtes Kochbuch funktioniert fast immer. Damit es rechtzeitig fertig wird:
- Sechs Wochen vorher die Rezepte einsammeln (Verwandte brauchen erfahrungsgemäß Erinnerungen)
- Vier Wochen vorher vereinheitlichen und Lücken klären
- Drei Wochen vorher gestalten
- Zwei Wochen vorher drucken oder binden lassen – Druckdienste brauchen besonders in der Vorweihnachtszeit länger
Wenn du für Weihnachten planst, passen die Plätzchen-Rezepte der Familie besonders gut hinein – Ideen dazu in Plätzchen backen.
Wichtig: ChefBook druckt keine Bücher. Die App hilft beim Sammeln und Vereinheitlichen; mit dem PDF-Export (Premium) bekommst du einzelne Rezepte als Datei, die du für dein Layout, zum Ausdrucken oder für einen Druckdienst weiterverwenden kannst.
Das digitale Kochbuch: wächst mit
Ein gedrucktes Buch ist fertig, sobald es gebunden ist. Ein digitales Kochbuch wächst mit: das neue Lieblingsrezept von Silvester, die Variante der Schwester, das vegane Weihnachtsessen. Viele machen deshalb beides – ein gedrucktes Buch als Geschenk und ein digitales für den Alltag.
In ChefBook teilst du ein Kochbuch als Link, den jeder öffnen kann – auch ohne App. Portionen lassen sich umrechnen, Rezepte wandern mit einem Tipp in den Wochenplaner und auf die Einkaufsliste. Wie du ein digitales Kochbuch sinnvoll aufbaust, erklärt der Ratgeber Digitales Kochbuch erstellen.
Mit ChefBook zum eigenen Kochbuch
- Rezeptkarten abfotografieren, die App tippt sie ab
- Links von Foodblogs, Instagram, TikTok, YouTube und Pinterest einfügen
- Alles in einem Kochbuch mit Kapiteln sammeln und als Link teilen
- Einzelne Rezepte als PDF exportieren (Premium) für dein gedrucktes Buch
- Rezepte aus dem Buch direkt im Wochenplan Essen verwenden
Lade dir ChefBook kostenlos aufs Handy – und aus der Rezeptsammlung wird ein Kochbuch, das die Familie wirklich benutzt.
Häufige Fragen
Wie gestalte ich ein Rezeptbuch selbst?
Gib jedem Rezept dieselbe Struktur (Titel, Portionen, Zeit, Zutaten, Zubereitung), teile das Buch in Kapitel und plane pro Rezept eine Seite oder Doppelseite mit Platz für ein Foto und Notizen.
Was schreibt man in ein selbst gemachtes Kochbuch?
Neben den Rezepten selbst: von wem das Rezept stammt, eine kurze Erinnerung oder Geschichte dazu, Tipps aus der Praxis und gegebenenfalls Varianten.
Wie viele Rezepte gehören in ein selbst gemachtes Kochbuch?
Für ein erstes Kochbuch sind 20 bis 40 Rezepte ein guter Umfang. Lieber weniger, dafür vollständig und ausprobiert.
Kann ich ein Kochbuch digital erstellen und trotzdem drucken?
Ja. Sammle die Rezepte zuerst digital, exportiere sie als PDF oder übertrage sie in ein Layout-Programm und lass das Ergebnis in einem Copyshop oder bei einem Buchdruck-Dienst drucken.
Alle Rezepte an einem Ort
ChefBook ist kostenlos im App Store und bei Google Play – speichere noch heute dein erstes Rezept.
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